Wenn eine Lawine eine Person verschüttet, sinken die Überlebenschancen nach den ersten fünfzehn Minuten drastisch. In diesem Wettlauf gegen die Zeit bleibt der Lawinenhund das schnellste und zuverlässigste Suchinstrument, das den Bergrettungsdiensten zur Verfügung steht.

Warum der Hund jede andere Methode übertrifft

Ein Team menschlicher Sondierer kann mehrere Stunden brauchen, um eine mittelgroße Lawinenzone methodisch zu durchsuchen. Ein ausgebildeter Hund kann dieselbe Fläche in wenigen Minuten abdecken, indem er menschlichen Geruch durch mehrere Meter verdichteten Schnee erkennt.

Die Ausbildung, eine mehrjährige Arbeit

Die Ausbildung eines Lawinenhundes erstreckt sich in der Regel über 2 bis 3 Jahre und kombiniert:

  • Eine solide Grundlage aus Gehorsam und Sucharbeit, in Fortsetzung der für Such- und Rettungshunde erwähnten Prinzipien
  • Eine Desensibilisierung gegenüber der Bergumgebung: Hubschrauber, Pistenraupen, für das Skigebiet spezifische Geräusche
  • Ein wiederholtes Markierungstraining: der Hund muss den entdeckten Ort präzise anzeigen, in der Regel durch aktives Graben

Die bevorzugten Rassen

Belgischer Schäferhund Malinois, Deutscher Schäferhund, Labrador und Golden Retriever dominieren diese Spezialität, hauptsächlich wegen ihrer Ausdauer in der Kälte, ihrer Arbeitsmotivation und ihrer Fähigkeit, auf instabilem und unwegsamem Gelände effizient zu operieren.

Ein Team, integriert in die Bergrettungsdienste

Im Gegensatz zu anderen Hundespezialitäten begleitet der Lawinenhund seinen Hundeführer oft im Alltag seiner beruflichen Funktionen (Pistenretter, Bergführer) und erhält so ein kontinuierliches Training über die gesamte Winterzeit.

Eine ganzjährige Wachsamkeit

Auch wenn sich der Großteil der operativen Aktivität auf die Winterzeit konzentriert, setzt sich das Training des Lawinenhundes das ganze Jahr über fort, mit an die Nebensaison angepassten Übungen, um die Suchautomatismen und die Motivation des Hundes zu erhalten.