Aus der Kreuzung zwischen dem Berner Sennenhund und dem Pudel entstanden, hat sich der Bernedoodle innerhalb weniger Jahre zu einer der gefragtesten Kreuzungen entwickelt — er verbindet das liebevolle Wesen des einen mit dem wenig haarenden Fell des anderen.
Ein Mischlingshund, keine anerkannte Rasse
Anders als die Rassen in der Mehrheit unserer Portraits ist der Bernedoodle von internationalen Hundeverbänden nicht als eigenständige Rasse anerkannt — es handelt sich um eine Kreuzung, manchmal als „Designer-Rasse" bezeichnet, deren Merkmale von Welpe zu Welpe variabler bleiben als bei einer über Generationen stabilisierten Rasse.
Körperliche Merkmale
Sehr unterschiedlich je nach Kreuzungsgeneration (F1, F1b, F2) und Größe des Pudel-Elternteils (Standard, Mittel oder Toy):
- Größe: 30 bis 70 cm Schulterhöhe je nach Linie
- Gewicht: 10 bis 45 kg je nach Format
- Fell: gelockt bis gewellt, meist wenig haarend, dreifarbig vom Berner Sennenhund geerbt oder vielfältiger
Wesen
Liebevoll, gesellig und intelligent, erbt der Bernedoodle meist die Sanftmut des Berner Sennenhunds und die Lernfreudigkeit des Pudels — eine Kombination, die ihn zu einem exzellenten Familienhund macht.
Der Mythos der Hypoallergenität
Wie bei vielen Pudel-Kreuzungen wird der Bernedoodle oft als hypoallergen dargestellt — eine zu vereinfachte Aussage. Das wenig haarende Fell reduziert die Verbreitung von Hautschuppen und Allergenen in der Umgebung, aber kein Hund ist völlig hypoallergen, und die allergische Reaktion variiert stark von Person zu Person.
Berufe und Disziplinen
Vor allem Familienbegleithund, kann der Bernedoodle sich auch in sanften Disziplinen wie Rally-Obedience oder Nasenarbeit zeigen, je nach vererbtem Wesen der jeweiligen Linie.
Gesundheit: ein noch wenig dokumentiertes Kreuzungsthema
Die genetischen Prädispositionen beider Elternrassen — Hüftdysplasie beim Berner Sennenhund, Patellaluxation beim Pudel — können sich je nach Linie theoretisch kombinieren oder abschwächen, ohne so robuste statistische Daten wie bei lange stabilisierten Rassen.
Die Wahl des Züchters, ein entscheidendes Thema
Angesichts der wachsenden Beliebtheit dieser Kreuzung bleibt die Sorgfalt bei der Züchterwahl — genetische Screenings beider Elternrassen, Transparenz über die Kreuzungsgeneration — ein wesentlicher Punkt.
Dieser Beitrag gehört zu den ersten vollständig ins Deutsche übersetzten Artikeln unseres Blogs — ebenfalls bereits verfügbar: die Cyanobakterien im stehenden Gewässer, der Holländische Schäferhund und die Wahl eines Hundevereins. Um die Erziehung eines Arbeitshundes von Anfang an zu strukturieren, begleitet Sie unser Auswahl- und Ausbildungsservice für Hundeführer.