Bis zum Alter von 3 Jahren zeigt die Mehrheit der Hunde bereits Anzeichen einer Parodontalerkrankung — eine Zahl, die verdeutlicht, wie sehr die Zahnhygiene von vielen Besitzern unterschätzt wird.
Warum die Zahngesundheit wirklich zählt
Über den Mundgeruch hinaus kann sich eine unbehandelte Zahninfektion zu schmerzhaften Abszessen, Zahnverlust oder sogar zu einer bakteriellen Ausbreitung entwickeln, die Herz, Nieren oder Leber betrifft. Bei einem aktiven Hund oder Arbeitshund kann chronischer Zahnschmerz auch unauffällig den Appetit und die Leistung beeinträchtigen.
Zu beachtende Anzeichen
- Anhaltender Mundgeruch
- Sichtbarer Zahnstein, rotes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Kauschwierigkeiten, plötzliche Vorliebe für weiches Futter
- Übermäßiger Speichelfluss oder wiederholtes Belecken der Schnauze
Vorbeugende Maßnahmen
Regelmäßiges Zähneputzen mit einer für Hunde geeigneten Zahnpasta (niemals menschliche Zahnpasta, giftig für das Tier) bleibt die wirksamste Maßnahme — idealerweise mehrmals pro Woche.
Geeignete Kauspielzeuge tragen durch die mechanische Kaubewegung dazu bei, die Zahnsteinbildung zu begrenzen.
Regelmäßige tierärztliche Kontrollen ermöglichen bei Bedarf eine professionelle Zahnreinigung, bevor sich die Situation verschlechtert.
Ein besonderes Thema für den Arbeits- und Sporthund
Ein Hund, der Material im Maul trägt (sportliches Beißen, Suchobjekte) oder eine längere Anstrengung durchhalten muss, profitiert direkt von einer guten Maul- und Zahngesundheit — Zahnschmerzen, oft unauffällig, können die Leistung einschränken, ohne dass die Ursache sofort erkannt wird.