Ein Hund, der Sport betreibt, regelmäßig im Freien arbeitet oder einfach ein aktives Leben führt, ist einem Verschleiß und einer Verschmutzung ausgesetzt, die die Fellpflege berücksichtigen muss. Über die Ästhetik hinaus ist eine angepasste Pflege eine echte Gesundheitsvorsorgemaßnahme.
Die Ballen: die absolute Priorität
Wie in unserem Artikel über häufige Verletzungen bereits erwähnt, sind die Ballen die erste Kontaktzone mit dem Untergrund und einer der am stärksten beanspruchten Punkte bei einem aktiven Hund.
Was regelmäßig zu überprüfen ist:
- Schnitte, Risse oder übermäßiger Verschleiß
- Vorhandensein von Fremdkörpern zwischen den Ballen (Grannen, Steine)
- Übermäßiger Haarwuchs zwischen den Ballen, der die Ansammlung von Schlamm und Eis im Winter begünstigt
Guter Reflex: eine systematische Sichtkontrolle nach jedem intensiven Ausflug, besonders auf aggressivem Gelände.
Die Ohren: eine genau zu überwachende Zone
Bei aktiven Hunden, die schwimmen, in der Natur laufen oder Hängeohren haben, steigt das Risiko von Ohrenentzündungen deutlich an.
Warnzeichen: übermäßiges Kratzen, wiederholtes Kopfschütteln, ungewöhnlicher Geruch, Rötung des Gehörgangs.
Vorbeugende Pflege: regelmäßige Reinigung mit einem geeigneten Produkt (niemals ein Wattestäbchen tief einführen, das die Rückstände weiter nach innen schieben kann), sorgfältiges Trocknen nach jedem Bad.
Das Fell: mehr als nur eine Frage der Ästhetik
Regelmäßiges Bürsten entfernt abgestorbenes Haar, verhindert die Bildung von Knoten (besonders problematisch bei Hunden mit mittellangem oder langem Fell, die Outdoor-Sport betreiben) und ermöglicht die frühzeitige Erkennung eventueller Hautanomalien, Zecken oder Parasiten.
Empfohlene Häufigkeit: variabel je nach Rasse und Felltyp, aber ein sehr aktiver Outdoor-Hund profitiert im Allgemeinen von einer Kontrolle nach jedem Naturausflug, mindestens von einem gründlichen wöchentlichen Bürsten.
Die Krallen: ein Gleichgewicht finden
Bei einem Hund, der regelmäßig auf abrasiven Oberflächen läuft (Asphalt, steiniges Gelände), kann der natürliche Abrieb der Krallen ausreichen, um den nötigen Schnitt zu begrenzen. Umgekehrt benötigt ein Hund, der sich hauptsächlich auf weichem Untergrund bewegt (Gras, Sand), eine regelmäßigere Krallenpflege, um Unbehagen oder sogar langfristige Haltungsschäden zu vermeiden.
Nach der Anstrengung: das Erholungsritual
Eine Kontrollzeit nach der Anstrengung dient nicht nur der frühzeitigen Erkennung (Verletzungen, Zecken, Reizungen), sondern trägt auch zur Erholung des Hundes bei:
- Vollständige Sichtkontrolle (Ballen, Ohren, Haut, Gelenke)
- Flüssigkeitszufuhr
- Reinigung bei Bedarf (Schlamm, Staub, Streusalz im Winter)
- Ruhezeit vor der Wiederaufnahme der Aktivität
Eine Pflege, die sich an die Jahreszeiten anpasst
Der Sommer erfordert erhöhte Wachsamkeit bei den Ballen (heißer Asphalt) und äußeren Parasiten (Zecken, Flöhe). Im Winter richtet sich die Aufmerksamkeit eher auf Streusalz (reizend und beim Ablecken manchmal giftig), Kälte an den Ballen und das Trocknen nach feuchten Ausflügen.
Eine regelmäßige, an den Aktivitätsrhythmus des Hundes angepasste Pflege bleibt eine der einfachsten und wirksamsten Vorbeugemaßnahmen, um Verletzungen zu begrenzen und Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen.