Die Großregion (Luxemburg, Belgien, Deutschland, Frankreich) ist aufgrund ihrer grenzüberschreitenden Natur ein Gebiet, das viele Hundebesitzer regelmäßig durchqueren — für die Arbeit, die Freizeit oder Familienbesuche. Auch wenn die systematischen Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums verschwunden sind, unterliegt das Reisen mit dem Hund weiterhin präzisen Regeln, die man vor der Abfahrt kennen sollte.
Der europäische Heimtierausweis, das Basisdokument
Der europäische Heimtierausweis ist das Referenzdokument für jede grenzüberschreitende Fahrt innerhalb der Europäischen Union. Von einem zugelassenen Tierarzt ausgestellt, zentralisiert er die Identifikation des Tieres, seine Impfhistorie und die durchgeführten Behandlungen. Ohne dieses Dokument kann eine Straßenkontrolle oder eine Überprüfung in Grenznähe schnell zu einer administrativen Komplikation werden, selbst innerhalb des Schengenraums.
Identifikation und Tollwutimpfung: die nicht verhandelbaren Voraussetzungen
- Elektronischer Chip obligatorisch (in der EU seit 2011 implantiert) — die Tätowierung allein reicht nicht mehr aus, außer sie wurde vor diesem Datum durchgeführt und bleibt perfekt lesbar
- Aktuelle Tollwutimpfung, mit einer Mindestfrist von 21 Tagen nach der Erstimpfung vor jedem ersten Grenzübertritt
- Diese beiden Elemente müssen zwingend im europäischen Heimtierausweis eingetragen, datiert und von einem Tierarzt unterschrieben sein
Was sich je nach durchquertem Land ändert
- Belgien: keine bedeutende zusätzliche Anforderung innerhalb der EU, aber es bleibt sinnvoll, die lokale Regelung zu als gefährlich eingestuften Rassen zu überprüfen, die von Gemeinde zu Gemeinde variieren kann
- Deutschland: einige Bundesländer wenden spezifische Regeln an (Maulkorb, Leinenpflicht) für bestimmte sogenannte Kategorierassen — vor der Durchreise je nach geplanter Route zu überprüfen
- Frankreich: Maulkorb- und Leinenpflicht für Hunde der Kategorie 1 und 2 an öffentlichen Orten, mit aktuellen Nachweisen (Impfung, Haftpflichtversicherung, Eignungsnachweis) für diese Kategorien
Den Autotransport auf langen grenzüberschreitenden Fahrten sichern
- Eine zugelassene Transportbox oder ein für das Fahrzeug geeignetes Sicherheitsgeschirr (siehe unseren Artikel über die Wahl zwischen Geschirr und Halsband)
- Eine Pause etwa alle zwei Stunden, für Flüssigkeitszufuhr und Bedürfnisse
- Die heißesten Stunden im Sommer vermeiden und den Hund niemals allein im Fahrzeug lassen, auch nicht für wenige Minuten
- Wasser, einen faltbaren Napf und eine Papierkopie des europäischen Heimtierausweises zusätzlich zur digitalen Version einplanen
Vorausschauen statt improvisieren
Eine systematische Kontrolle in Grenznähe bleibt innerhalb des Schengenraums selten, aber dokumentarische Überprüfungen im Falle eines Unfalls, eines verlorenen Tieres oder eines tierärztlichen Problems im Ausland können jederzeit auftreten. Die Gültigkeit des europäischen Heimtierausweises und die Identifikation des Hundes vor jeder grenzüberschreitenden Fahrt zu überprüfen, bleibt der einfachste Reflex, um gelassen durch die Großregion zu reisen.
Für Besitzer, die ihre Fahrten in der Großregion häufen — Wohnortwechsel, spezialisierter Tierarztbesuch, professioneller Transport — bietet K9 Experience Solution einen sicheren Hundetransportservice an, auch für den internationalen Transport, mit einer Fahrzeugausstattung, die auf den Komfort und die Sicherheit des Tieres während der gesamten Fahrtdauer ausgelegt ist.