Oft vernachlässigt, werden die Ballen des aktiven Hundes dennoch stark beansprucht: heißer Asphalt, abrasives Gelände, Winterkälte. Eine regelmäßige Inspektion und die richtigen Reflexe bei einer Verletzung helfen, viele Komplikationen zu vermeiden.

Die häufigsten Verletzungen

  • Schnitte und Risse, auf steinigem Gelände, Glas oder verschiedenen Trümmern
  • Verbrennungen durch sonnenerhitzten Asphalt — ein im Sommer oft unterschätztes Risiko
  • Rissbildung bei kaltem Wetter oder auf wiederholt abrasivem Gelände (Sand, gefrorener Schnee, Streusalz)
  • Übermäßiger Verschleiß bei sehr aktiven Hunden auf harten Oberflächen, ohne schrittweise Gewöhnungszeit

Der einfache Reflex: vor dem Ausgang testen

Für Asphalt im Sommer: den Handrücken 5 bis 7 Sekunden auf den Boden legen — wenn es für die Hand zu heiß ist, ist es auch für die Ballen zu heiß. Dann Ausflüge früh morgens oder abends bevorzugen.

Die Inspektion nach jedem Ausgang

  • Überprüfen, dass keine Schnitte, kein Fremdkörper zwischen den Ballen, keine Rötung oder Schwellung vorliegt
  • Eine systematische Inspektion, besonders wichtig nach einem Ausflug im Wald oder auf unebenem Gelände
  • Bei Arbeits- oder intensiven Sporthunden muss dieser Reflex nach jeder Einheit automatisch werden

Die vorhandenen Schutzmöglichkeiten

  • Schutzbalsame, vor Ausflügen bei großer Hitze oder Kälte aufzutragen, um die natürliche Widerstandsfähigkeit des Ballens zu stärken
  • Schutzschuhe, nützlich für besonders aggressives Gelände (Schnee, gesalztes Glatteis, steiniges Gelände) oder während der Heilungsphase — eine schrittweise Gewöhnungszeit bleibt notwendig, da die meisten Hunde sie nicht spontan gerne tragen

Erste Hilfe bei einem Schnitt

  • Die Wunde mit klarem Wasser reinigen und jeden sichtbaren Fremdkörper entfernen
  • Mit einem für den tierärztlichen Gebrauch geeigneten Antiseptikum desinfizieren
  • Mit einem Verband oder Schutzschuh während der Heilungszeit schützen, falls die Wunde dem Boden ausgesetzt bleibt
  • Einen Tierarzt konsultieren bei einem tiefen Schnitt, anhaltender Blutung oder einem Hinken, das sich nicht schnell bessert

Vorausschauen statt erleiden

Wie bei vielen Risiken im Zusammenhang mit der körperlichen Aktivität des Hundes bleibt Vorausschauen das beste Mittel: eine regelmäßige Inspektion, ein an Gelände und Jahreszeit angepasster Schutz und eine schnelle Reaktion bei einer Verletzung ermöglichen es, die meisten ernsthaften Komplikationen im Zusammenhang mit den Ballen zu vermeiden.